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In den Gemälden des jungen Dresdner Künstlers Stefan Brock prallen Welten aufeinander: Altmeisterliche Malerei trifft auf knallbunte Comicfiguren, Eiscremewerbung auf sozialistischen Realismus und Napoleon Bonaparte wird zum dosenbiertrinkenden Dynamo Dresden Fan. Ohne Rücksicht auf politische Korrektheit verteilt der Künstler in der Gemäldeserie „Rosenkrieg“ Tiefschläge an ‚Wutbürger‘ und Neonazis. Der Baseballschläger wird zum phallischen Fetischobjekt, rechte Glatzköpfe schmusen vor brennenden Hochhäusern und Pegida schlabbert am schwarz-weiß-roten „Dauerlutscher“. Sowohl in thematischer als auch in ästhetischer Hinsicht verbindet Stefan Brock gegensätzliche Einflüsse: Humorvolle Satire vermischt sich mit politischer Brisanz, stereotype Rollenbilder und Klischees werden mit einem Augenzwinkern vereinnahmt, dekonstruiert und in einen anderen Kontext überführt. Inspiriert von feinmalerischen Portaits der alten Meister, von Elementen der Populärkultur und von graffitiverschmierten Wänden entwickelt der Künstler skurrile Bildwelten, die gleichsam zum Schmunzeln und Nachdenken anregen.

 

Fabian Kassner

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